Rügen

Rügen hat Meer ...

                “Rügen ist von einer Pracht, die in ganz Deutschland nicht  ihresgleichen findet.”

                Richard von Weizsäcker

Europa ist seit 1989 weiter geworden, Rügen liegt nicht mehr am Rand: Deutschlands größte Insel ist ins Herz Europas gerückt. Mittelpunkt der Ostsee, Brücke zwischen Nord und Süd, Ost und West, Tor nach Göteborg, Helsinki, Riga. Und morgen nach St. Petersburg.

Doch Rügen ist vor allem eines: Deutschlands schönste Insel. Das strahlende Weiss der Kreidefelsen am Königsstuhl, türkis schimmernde See, schattige Buchenwälder, verträumte Dörfer, stille Alleen, einsame Strände. Das Meer hat das Land zernagt, Bodden geformt. Die Gletscher der Eiszeit modellierten Landschaften, einmalig in ihrer Vielfalt - Moore, Buchenhaine, Trockenwiesen, Heide, Klippen, Dünen. Rügen, das ist Natur pur.

Aber Rügen hat mehr.  Kultur.  Schinkels Turm am Kap Arkona, das mondäne Seebad Binz, das trutzige Jagdschloss Granitz. Und Putbus, ein Höhepunkt des deutschen Klassizismus. Auf Rügen schuf Casper David Friedrich seine romantischen Seelenlandschaften, setzte der Freiheitskämpfer und Poet Ernst Moritz Arndt seiner Insel ein literarisches Denkmal.

Seit Tausenden von Jahren gestalten Menschen Rügen. Hünengräber bezeugen es. Zuerst kamen die germanischen Rugier, später die heidnischen Slawen, dann die christlichen Dänen. Schließlich Schweden und Preußen. Sie alle wurden Rüganer, prägten den Charakter der Insel: aufgeschlossen, tolerant, meerverbunden.

Brahms liebte Rügen. Und nicht nur er. Albert Einstein, Sigmund Freud, Gerhart Hauptmann, Käthe Kollwitz ..., die berühmten Namen sind Legion. Schon vor 150 Jahren avancierte Rügen zum Inbegriff für Badekultur. 580 Kilometer Küste. Die Sommerfrischler und Kurgäste kamen aus der Metropole Berlin. Aber auch aus Prag oder Wien.

                  “Das Meer ist doch eine große Verschönerung aller Landschaften, und in so origineller Form, wie es sich vor Rügen zeigt, wüsste ich es nirgends anderswo gesehen zu haben ...” 

                  Karl Friedrich Schinkel                                        

Heute steht Rügen vor entscheidenden Herausforderungen - der Gestaltung neuer Konturen. Innovativ, inselverträglich, zukunftsweisend lauten die Stichwörter. Tourismus, Umweltschutz und Reservate, Landwirtschaft, Fischerei und Kreide können für 80.000 Rüganer nur eine Perspektive sein. Rügen braucht vielseitige Entwicklung. Entwicklung, die scheinbare Gegensätze aussöhnt, die Natur, Kultur und Wirtschaft intelligent und mit Augenmass vereint. Hierzu gehört auch die neue geplante Brücke, die auf Grund der grossen Verkehrsströme notwendig geworden ist.

Wenn sich am Wieker Bodden die Flügel der alten Mühle neben modernen Windrotoren spiegeln, ist das mehr als nur ein originelles Fotomotiv. Es ist ein Symbol. Sinnbild dafür, wie die Verbindung von Tradition und Hightech gelingen kann. Die Insel ist für die Zukunft offen. Denn Rügen hat nicht nur Meer. Rügen hat mehr. Viel mehr.       

 

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